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Ein Interview mit ZEQ-Vorstand Rüdiger Herbold

Das Jahr 2019 war für Gesundheitseinrichtungen nicht zuletzt wegen des Pflegefachkräftemangels und den zahlreichen Reformen, aufregend und turbulent. Welchen Herausforderungen sich Krankenhäuser in 2019 stellen mussten und welche Themen in diesem Jahr besonders für Veränderungen im Krankenhauswesen gesorgt haben, bewertet ZEQ-Vorstand Rüdiger Herbold im nachfolgenden Interview.

1   Herr Herbold, wie blick

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Die Primäre Pflege als innovatives patientenorientiertes Pflegesystem

Das Borromäus Hospital in Leer hat sich konsequent für die Einführung der Primären Pflege als Pflegesystem entschieden. Bei der Primären Pflege (engl. Primary nursing) steht die ganzheitliche Betreuung der Patienten aus pflegerischer Sicht im Mittelpunkt. Jeder Patientin und jedem Patienten wird kurz nach der Aufnahme eine Primäre Pflegekraft zugeordnet, die für die Pflegeplanung und die Durchführung der Maßnahmen verantwortlich ist. Nach Möglichkeit behält die Patientin oder der Patient die verantwortliche Primäre Pflegekraft für die gesamte Dauer des Aufenthaltes. In Schichten, in denen die Primäre Pflegekraft nicht im Dienst ist, übernimmt eine Kollegin oder ein Kollege stellvertretend diese Aufgabe. Änderungen der Pflegeplanung erfolgen jedoch nur durch oder im Einvernehmen mit der Bezugspflegekraft.

Aus Patientensicht hat dieses patientenorientierte Pflegesystem, das erstmals in den 60er Jahren von Marie Manthey entwickelt wurde [1], den entscheidenden Vorteil, dass die Patientin bzw. der Patient für die gesamte Dauer des Aufenthaltes eine feste pflegerische Bezugsperson behält. Aus pflegerischer Sicht liegt der Vorteil darin, dass die Primäre Pflegekraft sehr eigenverantwortlich arbeiten kann und den gesamten Verlauf der Behandlung im Blick hat. Im Gegensatz zur Funktions- und Bereichspflege reicht die Verantwortung der einzelnen Primären Pflegekraft weit über die aktuelle Schicht hinaus. Da die Patientin oder der Patient nach Möglichkeit die Primäre Pflegekraft für die gesamte Dauer des Aufenthaltes behält, muss dies bei der Dienstplanschreibung bzw. bei der Zuordnung der Patienten zu den Pflegekräften berücksichtigt werden.

Konsequente Umsetzung der Primäre

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Die Umstellung erforderte Flexibilität und Entgegenkommen von beiden Berufsgruppen

Für die Ärztinnen und Ärzte war die größte Umstellung auf das neue System die Tatsache, dass ihre Patientinnen und Patienten jetzt nicht mehr in drei oder vier benachbarten Zimmern liegen, sondern verteilt über die Station. Die Zuordnung der Patientinnen und Patienten zu einem Team erfolgt durch die pflegerische Stationsleitung orientiert am Pflegeaufwand der Patienten, um eine möglichst gerechte Aufteilung der pflegebedürftigen Patienten auf die Teams zu erreichen. Dies bedeutete für den ärztlichen Dienst eine gewisse Umstellung, die allerdings schnell akzeptiert wurde. Auch die oberärztliche Verantwortlichkeit orientiert sich zukünftig nicht an den Zimmern, sondern an den einzelnen Teams, so dass ein Oberarzt oder eine Oberärztin jeweils für die Supervision von einem oder zwei Teams verantwortlich ist.

Für die Pflege war

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Ein ganzer Nachmittag war auf dem Pflegekongress in Berlin diesem Thema gewidmet. Der Saal war gut besucht, sodass das Thema durchaus Brisanz zu haben scheint. Auch mein Eindruck ist, dass studierte Pflegekräfte in Deutschland bisher selten den Weg zurück in die eigentliche Patientenversorgung finden. Besonders für die grundständig Studierenden ohne vorherige Berufsausbildung fällt es ausgesprochen schwer, ein konkretes Betätigungsfeld zu definieren. So berichtete ein Absolvent von seiner Odyssee, die zum Schluss im Qualitätsmanagement endete, obwohl sein eigentliches Interesse in der direkten Arbeit am Menschen lag.

Was passiert hier?

Ich h

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„Völlig unzureichend“, „unzumutbare Belastung“, „bürokratische Überfrachtung“ – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft findet klare Worte in ihrer Stellungnahme zum Eckpunktepapier der Bund-Länder-AG. Obwohl grundlegende Richtungen wie die Verbesserung bei der Betriebskostenfinanzierung, die Erarbeitung von bundesweiten Qualitätskriterien oder die Etablierung eines Strukturfonds als positive Entwicklungen eingestuft werden, urteilt nicht nur die DKG kritisch über das Gesamtergebnis. In den letzten Wochen war die Presse überhäuft von Protest-Artikeln zu den Reformansätzen. Doch was ändert sich für die Krankenhäuser und ist nun eine strategische Neuausrichtung notwendig? Kann man nach den Reformen trotzdem noch wirtschaftlich handeln, ohne Abschläge fürchten zu müssen?

Wo bleibt das so dringend benöti

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