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In unseren Projekten zur Reorganisation von Stationen werden wir überdurchschnittlich häufig damit beauftragt, onkologische Kliniken zu beraten. Aus meiner Sicht gibt es hierfür zwei Gründe: Zum einen ist die onkologische Behandlung sehr kostenintensiv, so dass Ineffizienzen in der Stationsorganisation unter Umständen betriebswirtschaftlich besonders schmerzhaft sind. Zum anderen ist die Versorgung onkologischer Patienten aufgrund einer Vielzahl möglicher Komplikationen schwer planbar – damit ist die Herausforderung zur Realisierung einer funktionierenden Stationsorganisation enorm hoch.

Aufgru

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Eine unserer Spezialitäten ist die Reorganisation von Stationen. Dabei ist zu beachten, dass sich die zu planenden Stationsprozesse zwar gleichen, die Bedeutung  einzelner Schritte und deren zeitlicher Aufwand sich von Fachgebiet zu Fachgebiet aber deutlich unterscheiden. In den kommenden Monaten wollen wir immer wieder von diesen fachgebietsspezifischen Besonderheiten der Stationsorganisation berichten. Den Anfang möchte ich mit unseren Erfahrungen bei der Optimierung von chirurgischen Stationen machen.

Die Ausgangssituation war in unseren bisherigen Projekten immer ähnlich: Die Kernberufsgruppen Ärzte und Pflege hatten im Alltag enorm mit organisatorischen Defiziten zu kämpfen und kommunizierten dies an die Krankenhausleitung, z. B. in Form schlechter Bewertungen in der Mitarbeiterbefragung. Wir wurden damit beauftragt, durch die Erarbeitung und Umsetzung von Stationskonzepten Abhilfe zu schaffen. Im ersten Schritt begleiteten wir dazu  jeweils einen Tag lang den ärztlichen Dienst und den Pflegedienst der Stationen. Dabei zeigte es sich, dass häufig selbst ruhige Tage – also Tage mit durchschnittlicher Belegung, wenig Notfällen und ordentlicher personeller Besetzung – vor allem im ärztlichen Dienst nur mit Überstunden bewältigt werden konnten. Diese drückten nicht nur auf die Stimmung im Team, sondern waren auch betriebswirtschaftlich unnötig. Unsere Beobachtungen ergaben folgende Ursachen hierfür:

  • Selbstorganisation: Ab der für chir

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Krankenhäuser konkurrieren in ihren regionalen Einzugsgebieten in der Regel mit 5-6 anderen Kliniken um die Gunst der Patienten und Einweiser. In meinem Blog „Blaue Ozeane – Ein Strategieansatz für Krankenhäuser?“ hatte ich bereits das Phänomen beschrieben, dass alle Krankenhäuser dabei mit denselben Wettbewerbsfaktoren agieren. Sie versuchen, die besten Ärzte zu gewinnen, die neueste Medizintechnik und die modernste Ausstattung anzubieten. Durch diese Homogenität in der strategischen Ausrichtung binden die Kliniken nicht nur enorme Ressourcen, sie verschenken auch die Chance zur Entwicklung von Alleinstellungsmerkmalen, die in der Verwendung anderer Wettbewerbsfaktoren schlummert. Ein solcher Wettbewerbsfaktor können Serviceleistungen sein. In diesem Blog möchte ich mein Verständnis von der Strategie der Serviceführerschaft für Krankenhäuser beschreiben.

Die Serviceführer

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Die Basis jeder Krankenhausstrategie sind Informationen. Die Geschäftsführung muss wissen, was die Politik plant, wie sich Wettbewerber verhalten oder welche Ressourcen in der eigenen Klinik noch strategisch ungenutzt sind. Erst dann können die richtigen Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden. Erfolgreiche Krankenhausstrategien basieren nicht selten auf einem Informationsvorsprung gegenüber Konkurrenzeinrichtungen. Kliniken können sich also mit einem besonders guten Zugang zu Informationen Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Im s

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In ihrem vielbeachteten Werk „Blue Ocean Strategy“ gehen Kim/ Mauborgne der Frage nach, wie ein Unternehmen systematisch neue Märkte schaffen kann. In diesen neuen Märkten – oder wie die Autoren sagen, in den blauen Ozeanen – gibt es keine Konkurrenz. Sie sind daher für das Unternehmen, welches den blauen Ozean entdeckt, besonders attraktiv. Die roten Ozeane stehen für die heute bereits bekannten Märkte bzw. Branchen. Hier gibt es einen „blutigen“ Verdrängungswettbewerb um die vorhandene Nachfrage. Die Unternehmen im roten Ozean müssen sehr viele Ressourcen genau für diesen Wettbewerb aufwenden oder eben verschwenden.

Blaue Ozeane entst

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