QReha ambulant – Ein spezielles Zertifizierungsverfahren für die ambulante Reha

Ambulante Rehabilitationseinrichtungen haben erstmals die Möglichkeit ihr Qualitätsmanagement noch zielgerichteter aufzubauen. Mit QReha ambulant haben wir ein Verfahren entwickelt, das speziell auf diese Einrichtungen zugeschnitten ist. Es handelt sich um das erste Verfahren, das von Leistungserbringern speziell für den ambulanten Rehabereich anerkannt ist. Bisher konnte – und musste – man auf Verfahren für den stationären Bereich zurückgreifen.

Das ist machbar, keine Frage, und die notwendigen Anpassungen halten sich in Grenzen. Ich fand es jedoch immer schade, dass ambulante Einrichtungen damit ihre spezifischen Stärken nicht ausspielen konnten. Wo liegen diese? Neben einer guten therapeutischen und medizinischen Versorgung besonders darin, dass der Rehabilitand in seinem gewohnten Umfeld bleiben kann und Menschen aus seinem Umfeld in die Therapie eingebunden werden können. Außerdem können Rehabilitanden die (wieder oder neu) erlangten Fähigkeiten gleich im realen Leben umsetzen und damit den Erfolg beurteilen – denn das beste Assessment ist immer noch die Durchführung der Aktivität selbst.

Diese Stärken der ambulanten Rehabilitation wollten wir hervorheben. Daher haben wir QReha ambulant entwickelt. Mit dem Verfahren können die Anforderungen an das Qualitätsmanagement für ambulante Rehabilitationseinrichtungen und stationäre Vorsorgeeinrichtungen gemäß den Anforderungen der Krankenkassen abschließend nachgewiesen werden (gem. § 137 d SGB V).

Nachvollziehbar werden die Stärken der ambulanten Rehabilitation durch eine höhere Gewichtung des Lebenskontexts im Verfahren. Teilhabeorientierte Rehabilitationsziele sind ein hervorgehobener Punkt, der auch die Gelegenheit gibt, die Beteiligung von Angehörigen oder die Anforderungen des Leistungsträgers deutlich zu berücksichtigen. Immer sind Rehabilitanden selbst an der Gestaltung ihrer Rehabilitation zu beteiligen, hier stellen wir die Selbstmanagementkompetenz – die im häuslichen Umfeld ja unverzichtbar ist – heraus. Gerade weil in vielen ambulanten Einrichtungen außerdem die im Team vertretenen Berufsgruppen weniger breit gestreut sind – natürlich kommt es hier auch auf die Indikation an – ist es wichtig aufzuzeigen, dass dennoch interdisziplinär und teamorientiert gearbeitet wird.

Zugrunde liegt dem Verfahren die DIN EN ISO 9001. Hierdurch werden der Aufbau klarer Strukturen und das Lernen aus Ergebnissen unterstützt. Außerdem bietet die ISO-Norm den Vorteil der „hohen Skalierbarkeit“, das meint deren Möglichkeit zur Anpassung an unterschiedliche Größen von Einrichtungen – denn diese kann im ambulanten Bereich  von einer ein- bis dreistelligen Mitarbeiterzahl reichen. Und nicht zuletzt ist die unmittelbare Anschlussfähigkeit an eine Vollzertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 gegeben: Die Arbeiten für die Zertifizierung nach QReha ambulant können ohne weiteres übertragen und weiterverwendet werden.

Ich bin also der Meinung, dass es mit QReha ambulant gelingen kann, die Vorteile der ambulanten Rehabilitation noch deutlicher zu zeigen.  Damit besitzen ambulante Rehabilitationseinrichtungen nun die Möglichkeit, auch durch die QM-Zertifizierung ihre Stärken und Problemlösungsmöglichkeiten im Wettbewerb mit anderen Versorgungsformen und Einrichtungen deutlich herauszustellen.

Und jetzt ist der richtigen Zeitpunkt dafür, denn zum Sommer ist es soweit: Anfang Juli müssen ambulante Rehabilitationseinrichtungen ein Qualitätsmanagement nachweisen (siehe „QM in der ambulanten Reha – Frist für den Nachweis verlängert“).  Falls Ihnen jetzt der Schreck in die Glieder fährt – noch ist das machbar. Wer jetzt noch am Anfang steht muss sich aber – ranhalten.

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