„Das können wir nicht leisten“ – QM in ambulanten Rehabilitationseinrichtungen

In den letzten Wochen hatten wir einige Informationsflyer verschickt, mit denen wir auf die künftige Verpflichtung zum Nachweis eines Qualitätsmanagements in ambulanten Rehabilitationseinrichtungen hingewiesen haben. Vielen Empfängern war die Information neu, insofern war unser Mailing eine wichtige Information. Es trafen besorgte Anrufe bei uns ein „das können wir nicht leisten, keine Chance, das schaffen wir nicht“ waren einige Äußerungen. Gerade kleinere und sehr kleine Einrichtungen sahen schwarz.

Wie kommt es zu dieser Befürchtung? Auf Nachfrage kommt meist heraus, dass die letzten Erfahrungen mit dem Qualitätsmanagement aus der klinischen Arbeit stammen. Man erinnert sich an – gefühlt – mehrere tausend Blatt Dokumente in vielen Aktenordnern.

Als Berater kann ich dann aufatmen und meinen Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung beruhigen: Qualitätsmanagement ist durchaus skalierbar und kann an die Größe einer Einrichtung angepasst werden. Natürlich geht es nicht darum, in einem Rehazentrum mit einer oder zwei Hand voll Mitarbeitern ein ebenso umfängliches Qualitätsmanagement aufzubauen wie in einer Universitätsklinik oder einem Kreiskrankenhaus. Gerade Verfahren die auf der DIN ISO 9001 basieren sind verhältnismäßig flexibel. Flexibilität ist hier ernst gemeint und nicht mit Schlendrian zu verwechseln. Natürlich sind aber die Anforderungen an Teamstrukturen und den Organisationsaufbau bei sechs Mitarbeitern viel einfacher als bei 60 oder 600. Und noch etwas was vielleicht Mut macht: Als 2009 für die vertragsärztlichen (kassenärztlichen) Praxen der Nachweis eines Qualitätsmanagements verpflichtend wurde – nach langer Vorlaufzeit trat die „Qualitätsmanagement-Richtlinie vertragsärztliche Versorgung” in Kraft – erlebte ich sehr ähnliche Reaktionen. Heute kräht kein Hahn mehr danach und in den meisten Praxen funktioniert das Qualitätsmanagement. Mein persönlicher Eindruck ist zudem, die meisten haben davon profitiert.

Eines allerdings war anders als bei der Nachweispflicht für die ambulante Reha, die Regelung war lange im Voraus bekannt. Salopp kann man dazu aber anmerken, dass dieser Unterschied eher akademischer Natur ist. Offenbar ist es menschlich solche Dinge im Tagesgeschäft erst spät anzugehen. Die verbleibenden gut neun Monate bis zum (neuen) Stichtag 6. Juli 2014 mögen hier noch eine lange Zeit erscheinen.

Als Erschwernis kommen für die ambulanten Einrichtungen die in Teilen dann doch detaillierten Vorgaben der Leistungsträger hinzu. Diese ergeben zusammengenommen nämlich noch kein Qualitätsmanagementsystem, sondern müssen in ein Gesamtkonzept eingebettet werden. Das bieten etablierte „große“ Verfahren wie IQMP, KTQ oder die DIN ISO 9001 – die für eher kleinere ambulante Einrichtungen allerdings zu mächtig erscheinen. Eine Alternative ist QReha, mit dem die Anforderungen der Leistungsträger voll erfüllt werden können und auf dessen Basis ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem aufgebaut werden kann. Der Anschluss an die DIN ISO ist dabei weiterhin gegeben.

Wie motiviere ich nun meine Gesprächspartner dazu mit dem Aufbau zu beginnen? Zunächst gilt es, sich einen Überblick über das zu verschaffen, was verändert oder neu aufgebaut werden soll. Sehr wichtig: Alles gut und übersichtlich notieren. Und dann gilt es die Aufgaben in viele kleine Schritte zu zerlegen. Bei diesem Start können wir als Berater auch Sie effektiv mit unserer Erfahrung unterstützen. 

Informieren Sie sich hier über QReha

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