Patientenarmbänder – Wichtiges Tool zur Steigerung der Patientensicherheit

Den Kommentar von Herrn Dr. Koster aufgreifend, haben wir zum Thema Patientenarmband etwas intensiver recherchiert:

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. stellte fest, dass in Deutschland jährlich ca. 17.000 Menschen aufgrund von Behandlungsfehlern sterben. Daher sind immer mehr Kliniken darum bemüht, geeignete Systeme zu finden, welche Fehlbehandlungen minimieren. Zu diesen Krankenhäusern zählen beispielsweise das DRK-Krankenhaus Alzey, die SRH-Zentralklinikum Suhl gGmbH sowie die Klinikum Coburg GmbH.

Die Klinikum Coburg GmbH führte im Jahr 2008 nach eigenen Angaben mit Hilfe von 2000 freiwillig teilnehmenden Patienten einen Probelauf mit Patientenarmbändern durch, um Erfahrungen mit diesem System zu sammeln. Zusammenfassend wurden folgende positive Ergebnisse mittels Befragung erzielt:

  • Patientenarmbänder empfanden 91% der teilnehmenden Patienten als sinnvolle Maßnahme.
  •  71% der Patienten „fühlten sich sicherer und besser betreut“.
  •  81% der Patienten fühlten sich nicht durch das Armband gestört.
  •  Das Armband musste bei 3% der Patienten entfernt werden. Ursache hierfür waren zumeist therapeutische Maßnahmen.

Wenn Sie Interesse an weiteren Details haben, finden Sie den kompletten Artikel mit Ansprechpartner unter www.sicherheitsarmband.de/reference/52_Coburg_0908.pdf

Patientenarmbänder gibt es in vielfältigen Gestaltungs- und Farbvarianten, welche beispielsweise das Anwenden von Farbcodes ermöglichen. Grundsätzlich sollte man sich darüber im Klaren sein, welches Druck- und Gestaltungssystem man verwenden möchte. Folgend sind als kleine Entscheidungshilfe die verschiedenen Beschriftungs- und Drucksysteme mit Ihren Vor- und Nachteilen beschrieben:

 

Die Einführung der Patientenarmbänder sollte immer im Zusammenhang mit der Schaffung einer sinnvollen und ablaufoptimierenden organisatorischen Struktur gesehen werden. So kann das Scannen des Barcodes nicht nur der Identifikation des Patienten dienen, sondern man hat auch die Möglichkeit, einen Abgleich von Plan- und Ist-Zuständen, z.B. bei der OP-Planung, durchzuführen. Sollten hier Unregelmäßigkeiten auftreten, können diese mittels einer geeigneten EDV-technischen Lösung direkt angezeigt werden.

Zahlreiche Unternehmen haben sich auf die Herstellung und den Druck sowie die Datenverarbeitung von Patientenarmbändern spezialisiert. Einige der Hauptanbieter finden Sie im Internet unter:

www.citizen-europe.com; www.satoworldwide.com; www.zebra.com; www.patienten-identifikation.de; www.patrise.de; www.halbach.com/healthcare; www.kontrollarmband.com; www.sicherheitsarmband.de

Welche Erfahrungen haben Sie in Projekten zur Einführung von Patientenarmbändern gemacht? 

Sie möchten mehr zum Thema Patientensicherheit lernen? Dann besuchen Sie unseren Kurs auf klinikcampus.de»

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