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Eine unserer Spezialitäten ist die Reorganisation von Stationen. Dabei ist zu beachten, dass sich die zu planenden Stationsprozesse zwar gleichen, die Bedeutung  einzelner Schritte und deren zeitlicher Aufwand sich von Fachgebiet zu Fachgebiet aber deutlich unterscheiden. In den kommenden Monaten wollen wir immer wieder von diesen fachgebietsspezifischen Besonderheiten der Stationsorganisation berichten. Den Anfang möchte ich mit unseren Erfahrungen bei der Optimierung von chirurgischen Stationen machen.

Die Ausgangssituation war in unseren bisherigen Projekten immer ähnlich: Die Kernberufsgruppen Ärzte und Pflege hatten im Alltag enorm mit organisatorischen Defiziten zu kämpfen und kommunizierten dies an die Krankenhausleitung, z. B. in Form schlechter Bewertungen in der Mitarbeiterbefragung. Wir wurden damit beauftragt, durch die Erarbeitung und Umsetzung von Stationskonzepten Abhilfe zu schaffen. Im ersten Schritt begleiteten wir dazu  jeweils einen Tag lang den ärztlichen Dienst und den Pflegedienst der Stationen. Dabei zeigte es sich, dass häufig selbst ruhige Tage – also Tage mit durchschnittlicher Belegung, wenig Notfällen und ordentlicher personeller Besetzung – vor allem im ärztlichen Dienst nur mit Überstunden bewältigt werden konnten. Diese drückten nicht nur auf die Stimmung im Team, sondern waren auch betriebswirtschaftlich unnötig. Unsere Beobachtungen ergaben folgende Ursachen hierfür:

  • Selbstorganisation: Ab der für chir

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