Zur Zeit wird gefiltert nach: Krankenhausstrategie
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Wäre ein Krankenhaus eine Fußballmannschaft, dann wären die Fachabteilungen die Spieler. Unter diesen gibt es Stars, die im Verhalten zwar durchaus schwierig sein können, aber unverzichtbar sind, wenn das Team Erfolg haben will. Es gibt junge talentierte Spieler, die man in ihrer Entwicklung fördern muss und erfahrene Akteure, die verlässlich ihre Leistung bringen, aber von denen keine Überraschungen mehr erwartet werden. Schließlich gibt es Fußballer, die aktuell außer Form sind und deshalb die Leistung der gesamten Mannschaft gefährden.

Hat ein Krankenhaus zu viele Fachabteilungen, die in ihrer Entwicklung stagnieren, dann bedroht das in letzter Konsequenz den Bestand der Einrichtung. Demgegenüber zeichnen sich besonders erfolgreiche Kliniken durch einen hohen Anteil von Fachabteilungen mit überdurchschnittlicher Performance aus. Die Pflege des Fachabteilungsportfolios ist daher die wichtigste Aufgabe der Krankenhausführung.

Wo muss man aber ansetzen, um Fachabteilungen die notwendigen Entwicklungsimpulse zu geben? Und wie geht man dabei am besten vor? Seit etwas mehr als fünf Jahren werden wir immer wieder damit beauftragt, Fachabteilungen in den unterschiedlichsten Situationen zu begleiten (siehe den Beitrag „Aus dem Leben einer Fachabteilung…“). Die dabei gewonnenen Erfahrungen haben wir im MOVE-Ansatz verdichtet, den ich in diesem Blog vorstellen möchte.

Zunächst ist es wichtig zu erkennen, dass nachhaltige Abteilungsentwicklung nicht funktioniert, indem man nur einzeln

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Jeder Mitarbeiter in einem Krankenhaus kann beobachten, dass Fachabteilungen über die Jahre ihres Bestehens hinweg, unterschiedliche Phasen durchlaufen. In unseren Projekten haben wir  sechs besonders herausfordernde „Lebensabschnitte“ identifiziert, bei denen Fachabteilungen intensiv gemanagt werden müssen, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten oder besser noch zu steigern.

Geburt – E

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Im Rahmen unserer Beratungstätigkeiten stellen wir im Hinblick auf das Thema Fehler- und Risikomanagement immer wieder fest, dass Krankenhäuser sich zwar mit einer Vielzahl an Einzelrisiken (bewusst oder auch unbewusst) beschäftigen, diverse Überwachungssysteme und auch ein funktionierendes Qualitätsmanagement etabliert haben, die Gesamtbetrachtung und eine zukunftsweisend Risikostrategie jedoch fehlen.

Das Schweizer-Käse-Modell des englischen Psychologen J. Reason beschreibt recht eindrucksvoll das somit entstehende Problem: Unternehmen wie Krankenhäuser haben eine Vielzahl von Hürden und Mechanismen zur Fehlervermeidung (wie z.B. Patientenarmbänder, Sicherheitschecklisten, Behandlungsstandards) aufgebaut. Jedes Instrument für sich betrachtet kann allerdings überwindbare „Schlupflöcher“ (ähnlich eines Schweizer Käses) aufweisen. In der Regel sorgt jedoch die nächste Hürde dafür, dass Fehler ohne Auswirkungen bleiben. Summiert sich allerdings die Anzahl an Schlupflöschern kann es zum Schaden kommen.

Nach dem „Gesetz für Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ sind seit 1998 alle Aktiengesellschaften verpflichtet, ein Risikomanagement mit dem Ziel aufzubauen, systematisch Risiken einer ökonomischen Fehlsteuerung zu vermeiden (Gausmann 2002). Die Wichtigkeit eines Risikomanagementsystems wird zunehmend auch von den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und besonders von den Haftpflichtversicherungen untermauert (vgl. Lange/Röthig/van der Sloot/Kemm/Liebelt 2003:22).

Nun hat auch der Gemeinsame

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In unseren Projekten diskutieren wir immer mal wieder die Fragestellung, inwieweit Hotels als Vorbilder für die Gestaltung der Organisation eines Krankenhauses herangezogen werden können. Besonders augenfällig scheint der Vergleich ja in Bezug auf das Entlassungsmanagement: In Hotels ist das Zimmer bis 10:00 Uhr zu räumen und kein Gast beschwert sich darüber – das muss doch auch in Krankenhäusern gehen!?!

Viele Krankenhäuser suchen ferner ihr Heil in der Verbesserung der Hotelleistungen: Der Eingangsbereich wird gestaltet wie eine Hotellobby, überall entstehen aufwändig ausgestattete Selbstzahler- oder gar VIP-Zimmer. Und da sowohl Hotels, als auch Krankenhäuser vor der Aufgabe stehen, ihre begrenzten Bett-Ressourcen optimal auszulasten, scheinen die Parallelen klar auf der Hand zu liegen!

Natürlich hinkt jeder Vergleich ein wenig, doch die zu simple Gleichsetzung des Krankenhauses mit einem Hotel führt einen sogar rasch in die Irre!

Denn:

Hotel

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Diese These des Nationalökonomen Wilhelm Röpke (1899-1966) hat sich schon in vielen Bereichen unseres Wirtschaftslebens eindrucksvoll bewahrheitet. Auch in der Krankenhauslandschaft rückt die Bedeutung des Marktes in einem immer stärkeren Wettbewerb ins Blickfeld der Klinikmanager, die mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert sind. Viele Jahre wurden der Markt und das Einzugsgebiet als „gegeben“ angenommen. Doch in den letzten Jahren sehen die Verantwortlichen in deutschen Krankenhäusern in der aktiven Festlegung und Bearbeitung „ihres“ Marktes eine Chance, ihre Situation nachhaltig zu verbessern.

Die Fakten zur wirtschaftlichen Lage der Krankenhäuser in Deutschland sind deutlich: jedes zweite Krankenhaus schreibt rote Zahlen. Die vielzitierte Kosten-Erlös-Schere ist weit aufgespannt, ein Ende ist (noch) nicht in Sicht. Die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung sind vielfältig:

  • die Fördermittel

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