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Die aktuelle DIN EN ISO 9001:2015 enthält einen neuen Abschnitt zum „Kontext der Organisation“ (Abschnitt 4). Dieser Abschnitt fordert, dass die Organisation „(…) externe und interne Themen bestimmen [muss], die für ihren Zweck und ihre strategische Ausrichtung relevant sind und sich auf ihre Fähigkeit auswirken, die beabsichtigten Ergebnisse ihres Qualitätsmanagementsystems zu erreichen“ (Abschnitt 4 „Kontext der Organisation“, S. 18).

Was bedeutet das für Krankenhäuser, die die Anforderungen der DIN EN

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Ausgangssituation

Ziel der Klinik war es, zunächst die Mindestanforderungen an das neue Entlassmanagement zu erfüllen. Rechtzeitig zum 01. Oktober 2017 sollten dazu die Strukturen und Prozesse festgelegt sein. Im Projektteam vertreten waren der Verwaltungsleiter, die Pflegedirektion, ein internistischer Oberarzt, jeweils eine Vertretung für den Sozialdienst und das Case Management sowie ein Vertreter der IT-Abteilung. Neben dem Rahmenvertrag wurde im Projekt auf die Umsetzungshinweise der Deutschen Krankenhausgesellschaft, inklusive der Anlagen zum Assessment und zum Entlassplan, sowie auf die Empfehlungen der Landes-Krankenhausgesellschaft zurückgegriffen. 

Workshop: Dokumentation des Entlassprozesses

ZEQ erarbeitete mit dem Projektteam zunächst, wie das Assessment und der Entlassplan inhaltlich ausgestaltet und im KIS abgebildet werden sollten. Ferner haben wir festgehalten, welche Inhalte bereits an welcher Stelle in der Klinik dokumentiert werden. Dabei stellten wir fest, dass die von der DKG vorgeschlagenen Assessmentinhalte bereits im pflegerischen Stammblatt bzw. in den Assessmentinstrumenten des Case Managements enthalten sind.

Die Ausgestaltung des Entla

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1         Die Rolle der Physiotherapie im Krankenhaus

Die Physiotherapie befindet sich derzeit in einer zwiespältigen Doppelrolle. Sie wird zunehmend als zentraler Bestandteil einer ganzheitlichen, qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung im Krankenhaus anerkannt. Sie sorgt für einen schnelleren Heilungsverlauf und senkt dadurch die Verweildauer der Patienten. Durch regelmäßige physiotherapeutische Behandlungen und die Nähe der Therapeuten zu ihren Patienten liefert sie außerdem wertvolle Beiträge zur Patientenzufriedenheit.

Im Stationsalltag muss sie sich aber immer wieder mit einem untergeordneten Platz in der internen „Nahrungskette“ zufrieden geben: Physiotherapeutische Behandlungen sind in der Regel nicht terminiert und häufig nur schwer planbar. Für pflegerische, ärztliche oder diagnostische Maßnahmen wird die Physiotherapie schon einmal spontan verschoben. Eine physiotherapeutische Abteilung muss sich dabei nicht nur der Aufgabe stellen, diese organisatorischen Schwierigkeiten zu meistern und eine lückenlose Versorgung der Patienten sicherzustellen. Sie befindet sich zusätzlich unter konstantem wirtschaftlichem Rechtfertigungsdruck.

2         Finanzierungsprobleme der Physiotherapie

Während di

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Die Primäre Pflege als innovatives patientenorientiertes Pflegesystem

Das Borromäus Hospital in Leer hat sich konsequent für die Einführung der Primären Pflege als Pflegesystem entschieden. Bei der Primären Pflege (engl. Primary nursing) steht die ganzheitliche Betreuung der Patienten aus pflegerischer Sicht im Mittelpunkt. Jeder Patientin und jedem Patienten wird kurz nach der Aufnahme eine Primäre Pflegekraft zugeordnet, die für die Pflegeplanung und die Durchführung der Maßnahmen verantwortlich ist. Nach Möglichkeit behält die Patientin oder der Patient die verantwortliche Primäre Pflegekraft für die gesamte Dauer des Aufenthaltes. In Schichten, in denen die Primäre Pflegekraft nicht im Dienst ist, übernimmt eine Kollegin oder ein Kollege stellvertretend diese Aufgabe. Änderungen der Pflegeplanung erfolgen jedoch nur durch oder im Einvernehmen mit der Bezugspflegekraft.

Aus Patientensicht hat dieses patientenorientierte Pflegesystem, das erstmals in den 60er Jahren von Marie Manthey entwickelt wurde [1], den entscheidenden Vorteil, dass die Patientin bzw. der Patient für die gesamte Dauer des Aufenthaltes eine feste pflegerische Bezugsperson behält. Aus pflegerischer Sicht liegt der Vorteil darin, dass die Primäre Pflegekraft sehr eigenverantwortlich arbeiten kann und den gesamten Verlauf der Behandlung im Blick hat. Im Gegensatz zur Funktions- und Bereichspflege reicht die Verantwortung der einzelnen Primären Pflegekraft weit über die aktuelle Schicht hinaus. Da die Patientin oder der Patient nach Möglichkeit die Primäre Pflegekraft für die gesamte Dauer des Aufenthaltes behält, muss dies bei der Dienstplanschreibung bzw. bei der Zuordnung der Patienten zu den Pflegekräften berücksichtigt werden.

Konsequente Umsetzung der Primäre

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Die Umstellung erforderte Flexibilität und Entgegenkommen von beiden Berufsgruppen

Für die Ärztinnen und Ärzte war die größte Umstellung auf das neue System die Tatsache, dass ihre Patientinnen und Patienten jetzt nicht mehr in drei oder vier benachbarten Zimmern liegen, sondern verteilt über die Station. Die Zuordnung der Patientinnen und Patienten zu einem Team erfolgt durch die pflegerische Stationsleitung orientiert am Pflegeaufwand der Patienten, um eine möglichst gerechte Aufteilung der pflegebedürftigen Patienten auf die Teams zu erreichen. Dies bedeutete für den ärztlichen Dienst eine gewisse Umstellung, die allerdings schnell akzeptiert wurde. Auch die oberärztliche Verantwortlichkeit orientiert sich zukünftig nicht an den Zimmern, sondern an den einzelnen Teams, so dass ein Oberarzt oder eine Oberärztin jeweils für die Supervision von einem oder zwei Teams verantwortlich ist.

Für die Pflege war

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