Zur Zeit wird gefiltert nach: stationskonzept
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Um die zunehmende Arbeitsverdichtung mit einem wirtschaftlich vertretbarem Ressourceneinsatz bewältigen zu können, sind Stationen heute stärker als früher berufsgruppenbezogen organisiert. Ein Grund hierfür ist die Etablierung neuer Aufgabenfelder – wie z. B. Case Manager, Kodierfachkräfte, Stationssekretärinnen, Servicekräfte. Die stärkere Arbeitsteilung geht mit einer wachsenden Verantwortungserosion einher. Der Oberarzt fühlt sich für seine Stationsärzte, die Stationsleitung für ihre Pflegekräfte und die Leitung Medizincontrolling ggf. für den Case Manager und die Kodierfachkräfte zuständig. Die Folgen sind täglich zu spüren: Da der übergreifende Stationsablauf zunehmend aus dem Blick geraten ist, kommt es an den Schnittstellen zwischen den Berufsgruppen zu Konflikten, Informationsdefiziten und Verschwendung wertvoller Ressourcen. Für die Mitarbeiter bedeutet dies nicht selten unnötige Überstunden; die Patienten leiden unter oft improvisierten Behandlungsabläufen.

Um das Problem in den Gr

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Unter dem stetig steigenden Kostendruck, aber auch aus Mangel an pflegerischen Fachkräften stellen  Krankenhäuser zunehmend Servicekräfte für die Stationen ein. Die Servicekräfte sind meist niedrigschwellig angestellt und somit kostengünstiger als eine Fachpflegekraft. Das Aufgabenprofil der Servicekräfte ist meiner Erfahrung nach in den meisten Kliniken  sehr gut geregelt. So ist die Servicekraft einer Station in den meisten Fällen mit der Essensverteilung und dem Abräumen der Essenstabletts beauftragt. Die Fachpflegekräfte sollen, so die Idee, keine Servicetätigkeit übernehmen, sondern sich auf die pflegerisch-medizinischen Aufgaben konzentrieren.

Ein Beispiel aus einem Workshop zur Stationsreorganisation einer chirurgischen Klinik verdeutlicht  jedoch eine für mich hochproblematische Situation:

Wenn die Arbeitsgruppe bes

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Vor ein paar Monaten habe ich im Magazin „Der Spiegel“ (Nr. 33/2013) mit großem Vergnügen einen Artikel über den indischen Herzchirurgen Davi Prasad Shetty gelesen. Unter dem plakativen Titel „Discounter der Herzen“ beschreibt dieser, wie der Mediziner z.B. seine Narayana-Klinik in Bangalore nach dem „Aldi-Prinzip“ (Motto: preiswert, schmucklos, zuverlässig) betreibt.

Das Wall Street Journal hat Shetty einmal als „Henry Ford der Herzchirurgie“ bezeichnet. Weil er die Grundsätze der Massenproduktion auf die Medizin anwendet, um radikal die Kosten zu senken, ohne die Qualität zu gefährden. Seine Vorbilder sind Discounter, wie die amerikanische Wal-Mart-Kette und das Toyota Productions System (TPS). Die Narayana-Klinik betreibt heute 3.200 Betten (vergleichbar mit der Charité!), davon allein 1.000 Betten in der Herzklinik. Das Qualitätsmanagement ist nach dem angesehenen Joint Commission International, JCI, akkreditiert. Die Komplikations- und Infektionsraten sind im internationalen Vergleich weit unterdurchschnittlich. An sechs Tagen werden fast rund um die Uhr über 11.400 Herz-Operationen pro Jahr (das sind mehr als 30 pro Tag!) durchgeführt. Der durchschnittliche Preis für eine Koronararterien-Bypass-OP (einer der weltweit häufigsten Eingriffe am Herzen) liegt in der Shetty-Klinik bei 1.500 Euro – in Deutschland wären hierfür etwa 12.000-17.000 Euro fällig.

Shetty – bestens ausgebildet in

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Organisiert vom Deutschen Pflegerat, dem AOK-Bundesverband, dem GKV-Spitzenverband, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und von Springer Medizin fand vom 23. bis 25. Januar der 1. Deutsche Pflegetag in Berlin statt. Mehr als 1.500 Teilnehmer aus der Pflege, der Politik, der Gesundheitswirtschaft und der Gruppe der pflegenden Angehörigen diskutierten pflegepraktische, gesundheits- und berufspolitische sowie ökonomische und rechtliche Fragen. Insbesondere das Interesse der Politik war groß. Zwar wurde die Eröffnungsrede von Kanzlerin Angela Merkel gesundheitsbedingt abgesagt, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe – der die Kongresseröffnung an Stelle der Kanzlerin übernahm, Franz Müntefering, der ehemalige Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit Dr. Heiner Geißler sowie der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann sorgten aber für eine starke politische Präsenz.

Von Seiten de

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In unseren Projekten zur Reorganisation von Stationen werden wir überdurchschnittlich häufig damit beauftragt, onkologische Kliniken zu beraten. Aus meiner Sicht gibt es hierfür zwei Gründe: Zum einen ist die onkologische Behandlung sehr kostenintensiv, so dass Ineffizienzen in der Stationsorganisation unter Umständen betriebswirtschaftlich besonders schmerzhaft sind. Zum anderen ist die Versorgung onkologischer Patienten aufgrund einer Vielzahl möglicher Komplikationen schwer planbar – damit ist die Herausforderung zur Realisierung einer funktionierenden Stationsorganisation enorm hoch.

Aufgru

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