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Warum wird das Thema „Corporate & Legal Compliance“ immer wichtiger?

An sich ist Compliance im Gesundheitswesen kein neues Thema. Ohnehin ist jedes Krankenhaus darauf bedacht, gesetzeskonform zu handeln. Dennoch: Der Dschungel an gesetzlichen Vorgaben, unterschiedlichster Kooperationsformen und anderen juristischen Fallen wird immer dichter. Dazu kommt, dass das Gesundheitswesen immer stärker in das Visier der gesetzlichen Prüfer gerät.  Erst im letzten Jahr standen zahlreiche Ärzte des UKSH unter dem Verdacht des Abrechnungsbetrugs. Auch die Donau-Rieser Krankenhäuser wurden im Jahr 2015 durchsucht, wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit. Obwohl sich solche Vorwürfe zum Teil als haltlos erweisen, der Imageverlust ist immens. Daher verwundert es nicht, dass die Anfragen zum Aufbau eines umfassenden Risikomanagementsystems oder gar Compliance-Management-Systems (CMS) in letzter Zeit stark zunehmen.

Wer oder was steht im Vi

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Seit ich mich mit den Themen Risikomanagement, Patientensicherheit und dem Umgang mit Fehlern im Krankenhaus beschäftige, treibt mich die Frage um, wie Sicherheit tatsächlich effektiv erreicht werden kann. Klinikmitarbeiter berichten mir häufig aus der Praxis, wie bekannte und letztlich einfache Sicherheitsregeln missachtet werden – ohne Konsequenz für die Handelnden. In den allermeisten der Fälle geht es ja auch für die Patienten immer gut. Wenn nun Berichtssysteme für kritische Ereignisse (CIRS) in der Patientenbehandlung aufgebaut werden, sind die Mitarbeiter meist hoch motiviert, denn sie versprechen sich zu Recht eine ganze Menge davon. Die Prinzipien, die für ein erfolgreiches CIRS wichtig sind und erfreulicherweise auch in der Weiterentwicklung der QM-Richtlinie vom Gemeinsamen Bundesausschuss aufgegriffen wurden, sind bekannt:

  • Freiwillig

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat am 23. Januar 2014 in seinem Beschluss zu den Anforderungen eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagementsystems die geforderten Mindeststandards für ein klinisches Risikomanagement und Fehlermeldesystem  in Krankenhäuser definiert. Im § 5 sind in den Absätzen 3 und 4 konkrete Handlungsanweisungen für die Einrichtung eines Fehlermeldesystems genannt.

Fehlermeldesysteme, auch als CIRS (Critical Incident Reporting System) bekannt, sind in vielen Krankenhäusern in Deutschland etabliert. Allerdings stellen wir im Rahmen unserer Beratertätigkeit oft fest, dass das Grundkonstrukt dieser Systeme bei der Implementierung bereits kleine Mängel aufweist. Die Folge ist, dass das Fehlermeldesystem von den Mitarbeitern kaum genutzt und nach der Anfangsphase vergessen wird. Da nun alle Krankenhäuser ein Meldesystem zur Erfassung von Beinahe-Schäden entsprechend den Mindeststandards des GBA etablieren müssen, können bei der Einführung eines solchen Systems folgende DON‘Ts und DOs aus der Krankenhauspraxis hilfreich sein.

  • Ein Fehlermeldesystem

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Die Arzneimitteltherapie ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung von Patienten in Krankenhäusern. Ziel der Therapie ist immer, dass ein Patient eine korrekte, verträgliche Medikamentenkombination in der richtigen Dosierung über den geeigneten Zugangsweg und zur richtigen Zeit erhält. Arzneimitteltherapiesicherheit basiert demnach auf einer optimalen Organisation des Medikationsprozesses, der alle Stufen der Arzneimitteltherapie beinhaltet.

Jedoch benötigt der Medikationsprozess die nahtlose Zusammenarbeit vieler Beteiligter, erfordert viele Ressourcen und kreuzt einige andere Prozesse im Klinikalltag. Deshalb ist die Arzneimittelversorgung einer der Hochrisiko-Prozesse innerhalb der gesamten Patientenversorgung. Die Analyse des kompletten Prozesses zeigt, wo die Hauptrisiken und mögliche Lösungsansätze in der Arzneimitteltherapie liegen.

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Im Rahmen unserer Beratungstätigkeiten stellen wir im Hinblick auf das Thema Fehler- und Risikomanagement immer wieder fest, dass Krankenhäuser sich zwar mit einer Vielzahl an Einzelrisiken (bewusst oder auch unbewusst) beschäftigen, diverse Überwachungssysteme und auch ein funktionierendes Qualitätsmanagement etabliert haben, die Gesamtbetrachtung und eine zukunftsweisend Risikostrategie jedoch fehlen.

Das Schweizer-Käse-Modell des englischen Psychologen J. Reason beschreibt recht eindrucksvoll das somit entstehende Problem: Unternehmen wie Krankenhäuser haben eine Vielzahl von Hürden und Mechanismen zur Fehlervermeidung (wie z.B. Patientenarmbänder, Sicherheitschecklisten, Behandlungsstandards) aufgebaut. Jedes Instrument für sich betrachtet kann allerdings überwindbare „Schlupflöcher“ (ähnlich eines Schweizer Käses) aufweisen. In der Regel sorgt jedoch die nächste Hürde dafür, dass Fehler ohne Auswirkungen bleiben. Summiert sich allerdings die Anzahl an Schlupflöschern kann es zum Schaden kommen.

Nach dem „Gesetz für Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ sind seit 1998 alle Aktiengesellschaften verpflichtet, ein Risikomanagement mit dem Ziel aufzubauen, systematisch Risiken einer ökonomischen Fehlsteuerung zu vermeiden (Gausmann 2002). Die Wichtigkeit eines Risikomanagementsystems wird zunehmend auch von den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und besonders von den Haftpflichtversicherungen untermauert (vgl. Lange/Röthig/van der Sloot/Kemm/Liebelt 2003:22).

Nun hat auch der Gemeinsame

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