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1         Die Rolle der Physiotherapie im Krankenhaus

Die Physiotherapie befindet sich derzeit in einer zwiespältigen Doppelrolle. Sie wird zunehmend als zentraler Bestandteil einer ganzheitlichen, qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung im Krankenhaus anerkannt. Sie sorgt für einen schnelleren Heilungsverlauf und senkt dadurch die Verweildauer der Patienten. Durch regelmäßige physiotherapeutische Behandlungen und die Nähe der Therapeuten zu ihren Patienten liefert sie außerdem wertvolle Beiträge zur Patientenzufriedenheit.

Im Stationsalltag muss sie sich aber immer wieder mit einem untergeordneten Platz in der internen „Nahrungskette“ zufrieden geben: Physiotherapeutische Behandlungen sind in der Regel nicht terminiert und häufig nur schwer planbar. Für pflegerische, ärztliche oder diagnostische Maßnahmen wird die Physiotherapie schon einmal spontan verschoben. Eine physiotherapeutische Abteilung muss sich dabei nicht nur der Aufgabe stellen, diese organisatorischen Schwierigkeiten zu meistern und eine lückenlose Versorgung der Patienten sicherzustellen. Sie befindet sich zusätzlich unter konstantem wirtschaftlichem Rechtfertigungsdruck.

2         Finanzierungsprobleme der Physiotherapie

Während di

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Mit Einführung des Pflegekomplexmaßnahmen-Score (PKMS) ist es seit 2012 gelungen, hochaufwändige Pflege im DRG-System erlösrelevant abzubilden. Zum ersten Mal kann die Berufsgruppe Pflege so einen umfassenden pflegerischen Aufwand sichtbar machen. Nach wie vor ist die pflegerische Leistungserbringung aber nur ein marginaler Bestandteil  der DRG-Erlöse.

Im Zuge der vermehrt ambulant erbrachten Leistungen finden sich gerade im Krankenhaus zunehmend schwerstpflegebedürftige Patienten, die professionell versorgt werden müssen. Daher sollte der Schritt in Richtung erlösrelevante Pflege von den Pflegenden mit Jubel aufgenommen werden. Dies ist jedoch nicht der Fall. Es wird im Gegenteil in vielen Kliniken der Pflegekomplexmaßnahmen-Score nur unzureichend oder überhaupt nicht abgerechnet. Pflegende fluchen über das Konstrukt und den umfänglichen Dokumentationsaufwand, der hiermit verbunden ist. Software-Firmen bieten für viel Geld Programme zur Kodierung an, die in den meisten Fällen nichts anderes tun, als die Maßnahmenpunkte zu addieren – aus meiner Sicht eine Leistung, die auch eine einfache Excel-Liste erbringen kann. Der wirklich MDK-prüfrelevante Aspekt ist aber die tägliche Erfassung der Leistungen durch die Pflegekräfte in der Patientenakte. Und genau hier liegt das Problem:

Der Pflegekomplexmaßnahmen-Sc

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