Und warum eine funktionierende Triage zu unzufriedenen Patienten und Mitarbeitern führen kann

Zentrale Notfallambulanzen (ZNA) in deutschen Krankenhäusern haben derzeit eine eher schlechte Presse: Der Betrieb ist chronisch unterfinanziert, die Patienten überfluten die Notfallambulanzen mit immer mehr „Bagatell-Leiden“, Fehldiagnosen und -behandlungen machen spektakuläre Schlagzeilen und füllen die Meinungsforen für Patienten und Angehörige im Internet. Die Mitarbeitenden in den Notfallambulanzen geben jeden Tag ihr Bestes, um der Lage Herr zu werden, doch die durchschnittlichen Wartezeiten steigen für den Großteil der Patienten stetig an und als Folge davon gibt es immer mehr Patienten und Angehörige, die zunächst sehr schnell unzufrieden sind, dann oft wütend und manchmal sogar auch noch aggressiv werden.

Nicht zuletzt steigt

[mehr]

Häufig als „bedeutendste Reform für den stationären Sektor seit Einführung der DRG“ bezeichnet, bringt das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) eine Vielzahl von Neuerungen für die Krankenhäuser mit sich. Dies spiegelt sich zum einen in den zahlreichen Gesetzen wider, auf die das KHSG Einfluss nimmt, wie beispielsweise SGB V, KHG und KHEntgG. Zum anderen untermauern die Mehrausgaben für die Kostenträger in Höhe von 1,9 Mrd. €, mit denen das KHSG allein in diesem Jahr einhergeht, oben genannte These. Nicht zuletzt impliziert bereits der Titel „Gesetz zur Reform der Strukturen der Krankenversorgung“ tiefgreifende Änderungen in der Krankenhauslandschaft.

Doch was verbirgt sich eigentlich genau hinter dem Krankenhausstrukturgesetz? Und mit welchen Entwicklungen werden die Krankenhäuser hierzulande infolge dessen konfrontiert?

Grundsätzlich verfolgt das KHSG das Ziel, erwünschte Leistungen zu fördern, während medizinisch unbegründeten Leistungsausweitungen ein Riegel vorgeschoben werden soll. Das Krankenhausstrukturges

[mehr]

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Wettbewerbs- und Kostendrucks im Gesundheitswesen werden die Krankenhäuser gezwungen, ihre Prozesse kritisch zu hinterfragen. Um langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen Optimierungspotenziale identifiziert und ausgeschöpft werden. Bedingt durch die rückläufigen Investitionsmittel der Bundesländer stehen die Kliniken trotz dualer Finanzierung zudem in der Verantwortung, Investitionen verstärkt aus eigener Tasche zu finanzieren. Aus diesem Grund sollten Investitionsentscheidungen valide Daten zugrunde gelegt werden.

Aber woher bekomme ich die erforderlichen Informationen, um die richtigen Investitionsentscheidungen treffen zu können? Wie lassen sich Ineffizienzen in den bestehenden Prozessen systematisch identifizieren? Und wie stelle ich sicher, dass ich die richtigen Optimierungshebel für die Umsetzung in der Praxis auswähle?

Simulationen liefern einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung derartiger Fragestellungen. Mit ihrer Hilfe lassen sich nicht nur planerische Entscheidungen, wie Baumaßnahmen oder die Anschaffung von Großgeräten, absichern. Auch für die Reorganisation der patientenbezogenen Prozesse in den Ambulanzen, in der Notaufnahme oder im OP sowie die Optimierung der Logistikprozesse im Krankenhaus liefern sie eine fundierte Datenbasis.

Voraussetzun

[mehr]

Ein Trend, der in Krankenhäusern zunehmend an Bedeutung und Dynamik gewinnt, ist das Prozessmanagement mit dem Ziel der stetigen Optimierung von Prozessen. Nicht zuletzt ist die Prozessorientierung auch Kernforderung externer Regelwerke und Darlegungsnormen, wie der DIN EN ISO 9001:2015. So spricht diese Norm beispielsweise von der „Erreichung einer wirksamen Prozessleistung“ (Kapitel 0.3.1.c), von „Dienstleistungserbringung unter beherrschten Bedingungen“ (Kapitel 8.5.1) oder gar von „Analyse und Bewertung der Prozessleistung und der Konformität der Produkte und Dienstleistungen“ (Kapitel 9.1.3 a bzw. 9.3.2 c3). 

Aber was bedeuten Begriffe wie „wirksame Prozessleistung“ oder „beherrschte Bedingungen“ für die Organisation Krankenhaus? Wie kann die Prozessleistung eigentlich bewertet werden und in welche Richtung bewegt sich dann ggf. eine Optimierung?

Im Prozessmanagement unterscheidet man zwei Adj

[mehr]

Warum wird das Thema „Corporate & Legal Compliance“ immer wichtiger?

An sich ist Compliance im Gesundheitswesen kein neues Thema. Ohnehin ist jedes Krankenhaus darauf bedacht, gesetzeskonform zu handeln. Dennoch: Der Dschungel an gesetzlichen Vorgaben, unterschiedlichster Kooperationsformen und anderen juristischen Fallen wird immer dichter. Dazu kommt, dass das Gesundheitswesen immer stärker in das Visier der gesetzlichen Prüfer gerät.  Erst im letzten Jahr standen zahlreiche Ärzte des UKSH unter dem Verdacht des Abrechnungsbetrugs. Auch die Donau-Rieser Krankenhäuser wurden im Jahr 2015 durchsucht, wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit. Obwohl sich solche Vorwürfe zum Teil als haltlos erweisen, der Imageverlust ist immens. Daher verwundert es nicht, dass die Anfragen zum Aufbau eines umfassenden Risikomanagementsystems oder gar Compliance-Management-Systems (CMS) in letzter Zeit stark zunehmen.

Wer oder was steht im Vi

[mehr]

« Juni 2016»
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30      

RSS-Feeds

Beiträge:
      RSS 0.91 RSS 2.0
Kommentare:
      RSS 0.91 RSS 2.0