Mitarbeiterbefragungen in Kliniken – was bewegt? Eine Rückschau.

Befragungen in Kliniken und anderen Einrichtungen des Gesundheitssystems geben Aufschluss darüber, was Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag beschäftigt und bewegt. Sie dienen dazu, Schwachstellen in täglichen Prozessen oder Organisationsstrukturen aufzudecken und diese mit gezielten Maßnahmen zu beheben, um Abläufe zu optimieren, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern und sie so langfristig an eine Einrichtung binden zu können.

Doch was ist es, was Arbeitnehmer im Gesundheitswesen umtreibt? Wir von ZeQ blicken zurück auf die Befragungsergebnisse der letzten Jahre, in denen wir über 25.000 Mitarbeiter aus rund 100 somatischen Kliniken, Psychiatrien und Rehakliniken deutschlandweit zu ihrer Zufriedenheit in verschiedensten Bereichen Ihres Arbeitslebens befragt haben.

Teamarbeit und Informationsaustausch als wichtigste Faktoren

Der befragte Mitarbeiter nimmt im Durchschnitt die Arbeit im eigenen Team als wichtigste Komponente seines Arbeitsalltages wahr, ist in der Regel aber nur teilweise zufrieden mit ihr. Häufigste Quelle der Unzufriedenheit ist die unzureichende Kommunikation im Team bei kritischen Angelegenheiten. Außerdem bemängeln nahezu alle befragten Mitarbeiter, dass Wissen aus Fort- und Weiterbildungen nicht ausreichend in ihrem Team weitergegeben wird. Beispielsweise profitieren nicht alle Teammitglieder von durch Kollegen besuchten Fort- und Weiterbildungen. Der durchschnittliche Mitarbeiter bewertet den Informationsaustausch, dem er eine hohe Bedeutung zumisst, insgesamt als nicht zufriedenstellend und kritisiert vor allem die fehlende Transparenz über die aktuelle Unternehmenssituation der Klinik/ Einrichtung sowie das verspätete Erhalten von Informationen über Veränderungen im Hause.  Angesichts der Tatsache, dass Teamarbeit und Informationsaustausch durch die Mitarbeiter als sehr wichtig eingeschätzt werden, sind die Zufriedenheitswerte in der Mehrzahl der Kliniken genau hier zu verbessern.

Fort- und Weiterbildungsangebote als häufige Quelle der Unzufriedenheit

Enttäuschung besteht bei knapp 25 Prozent der befragten Mitarbeiter hinsichtlich angebotener interner und externer Fort- und Weiterbildungen. Über 75 Prozent der Befragten geben außerdem an, dass besuchte Fortbildungen nur teilweise mit dem direkten Vorgesetzten vor- und nachbesprochen werden. Auch die ärztliche Weiterbildung trägt nicht unbedingt zur Zufriedenheit der Mitarbeiter bei: Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, dass die ärztliche Weiterbildung in der Klinik nur teilweise systematisch erfolgt. Knapp 25 Prozent der Befragten bemängeln vor allem die zu späte Planung und Ankündigung von Weiterbildungsrotationen sowie die mangelnde Ausgewogenheit und Transparenz.

Mitarbeitergespräche sollten die Regel sein

Große Diskrepanz gibt es bei der Durchführung von jährlichen strukturierten Mitarbeitergesprächen. So geben mehr als 50 Prozent aller durch ZeQ befragten Mitarbeiter an, dass mit ihnen nur teilweise oder kaum jährliche Mitarbeitergespräche geführt werden. Dies ist besonders in Anbetracht der Tatsache, dass jeder zweite Mitarbeiter Personalentwicklung als sehr wichtig einschätzt, ein eklatanter Mangel, gilt ein strukturiertes Mitarbeitergespräch schließlich als eines der wichtigsten Instrumente der Personalführung.

Häufige Stärken

Natürlich beleuchtet eine Mitarbeiterbefragung nicht nur die Schwächen der Arbeitswelt der Befragten, sondern weist auch auf die Stärken und Besonderheiten der Einrichtungen hin. So gibt die überwiegende Mehrheit der befragten Mitarbeiter an, die Arbeit mache Spaß und die Aufgaben sowie Ziele seien klar und transparent verteilt bzw. kommuniziert. Außerdem erfolgt nach Angabe der Mitarbeiter im Großteil der befragten Einrichtungen die Dienstplangestaltung rechtzeitig und nachvollziehbar, sodass die Arbeitszeiten als häufige Stärke identifiziert werden können. Auch individuelle Wünsche bei der Dienstplangestaltung können meistens berücksichtigt werden.

Um die Reise in die von ZeQ durchgeführten Befragungen abzuschließen, noch ein positives Ergebnis, in denen sich alle rund 25.000 durch uns befragte Mitarbeiter einig sind: Die Bedürfnisse der Patienten sind für ausnahmslos alle Mitarbeiter persönlich von hoher Bedeutung. Eine gute Basis für eine patientenorientierte Weiterentwicklung des Gesundheitssystems.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Es gibt Quellen der Unzufriedenheit, die in vielen Einrichtungen des Gesundheitswesens bestehen. Uns bei ZeQ ist es wichtig, dass aus den durchgeführten Befragungen individuell auf das Haus passende Maßnahmen abgeleitet und durchgeführt werden, da sich der eigentliche Erfolg einer Mitarbeiterbefragung nicht primär im Erkenntnisgewinn, sondern hauptsächlich im sich anschließenden Veränderungsprozess messen lässt. Bleiben entsprechende Maßnahmen aus, führt das zu Enttäuschung und Frustration der Mitarbeiter. Wir erstellen daher für jede von uns befragte Einrichtung individuelle Handlungsrelevanzanalysen und geben klare Empfehlungen für abzuleitende Maßnahmen, um die identifizierten Schwachstellen im Anschluss an eine Befragung zu verbessern.

Sie planen die Durchführung einer Mitarbeiterbefragung? Dann informieren Sie sich hier über unser Befragungsangebot

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