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Mit Einführung des Pflegekomplexmaßnahmen-Score (PKMS) ist es seit 2012 gelungen, hochaufwändige Pflege im DRG-System erlösrelevant abzubilden. Zum ersten Mal kann die Berufsgruppe Pflege so einen umfassenden pflegerischen Aufwand sichtbar machen. Nach wie vor ist die pflegerische Leistungserbringung aber nur ein marginaler Bestandteil  der DRG-Erlöse.

Im Zuge der vermehrt ambulant erbrachten Leistungen finden sich gerade im Krankenhaus zunehmend schwerstpflegebedürftige Patienten, die professionell versorgt werden müssen. Daher sollte der Schritt in Richtung erlösrelevante Pflege von den Pflegenden mit Jubel aufgenommen werden. Dies ist jedoch nicht der Fall. Es wird im Gegenteil in vielen Kliniken der Pflegekomplexmaßnahmen-Score nur unzureichend oder überhaupt nicht abgerechnet. Pflegende fluchen über das Konstrukt und den umfänglichen Dokumentationsaufwand, der hiermit verbunden ist. Software-Firmen bieten für viel Geld Programme zur Kodierung an, die in den meisten Fällen nichts anderes tun, als die Maßnahmenpunkte zu addieren – aus meiner Sicht eine Leistung, die auch eine einfache Excel-Liste erbringen kann. Der wirklich MDK-prüfrelevante Aspekt ist aber die tägliche Erfassung der Leistungen durch die Pflegekräfte in der Patientenakte. Und genau hier liegt das Problem:

Der Pflegekomplexmaßnahmen-Sc

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In meinem letzten BLOG-Beitrag zum PEPP-Entgeltsystem habe ich auf unsere Psychiatrie-Studie 2013 in Kooperation mit der SRH Hochschule Berlin hingewiesen. Die Umfrage hat sich vordergründig an die Kaufmännischen Direktoren bzw. Geschäftsführer von Psychiatrien und von Krankenhäusern mit psychiatrischen Abteilungen gerichtet. Die Auswirkungen der Reform auf die interne Aufbau- und Ablauforganisation standen im Fokus der Studie. In den einschlägigen Fachzeitschriften und auf Kongressen wird viel über notwendige Maßnahmen oder über einen „PEPP-Masterplan“ zur Umstellung auf das Entgeltsystem berichtet. Vergleichsweise wenig erfährt man allerdings darüber, wie vorbereitet die Kliniken knapp ein Jahr vor der verbindlichen Anwendung der PEPP-Abrechnungsbestimmungen tatsächlich sind.

  • Welche Maßnahmen wurden schon in den Einrichtungen realisiert?
  • Wie hoch ist der mit der Einführung verbundene (finanzielle) Aufwand?
  • Welche Risiken und auch Chancen sehen die Geschäftsführer in Bezug auf das neue Entgeltsystem?

Diese und weitere spannende Fragen zum aktuellen Umsetzungsstand sind das Kernstück der Studie. Die Ergebnisse sollen den Lesern, insbesondere denen in psychiatrischen Einrichtungen, einen Benchmark liefern, um den eigenen Vorbereitungsstand mit dem der Mitbewerber vergleichen zu können.

Soweit zur Einführung: Der eigentliche Anlass dieses BLOG-Be

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Viele wissen es schon, manche aber noch nicht. Daher habe ich mich entschlossen, in einem kleinen Blog die Analyse-Möglichkeiten mit Hilfe der InEK-Kalkulationsmatrix zu beschreiben. Vorweg, das InEK ist die „Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH“ und wurde 2001 von Spitzenverbänden der gesetzlichen und privaten Krankenkassen gemeinsam mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft ins Leben gerufen. Die heutige Aufgabe des InEK besteht darin, das DRG-Fallpauschalensystem kontinuierlich weiterzuentwickeln, zutreffender zu machen und die Fallpauschalen jeweils an die aktuell in Krankenhäusern anfallenden Durchschnittskosten anzupassen. Dazu bedient sich das InEK der Informationen, die es von den sogenannten Kalkulationskrankenhäusern zur Verfügung gestellt bekommt. Diese Krankenhäuser ermitteln für jeden einzelnen Fall die damit verbunden Kosten, unterteilt nach Kostenarten und Kostenstellen. Das Ergebnis übermitteln sie regelmäßig an das InEK, so dass dieses eine fundierte Grundlage für die Kalkulation der Fallpauschalen gewinnt. Dabei findet die in Abbildung 1 gewählte Untergliederung Anwendung (siehe unten).

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Die Wirtschaftlichkeitsanalyse anhand der InEK-Matrix bringt sehr interessante Aufschlüsse, in welchen Bereichen eines Krankenhauses wirtschaftlich gearbeitet wird und in welchen nicht. Entscheidend ist dabei, dass die Vergütung nach DRG stets „gerecht“ ist. Systembedingt gibt es keine Abteilungen, die in jedem Krankenhaus DRG-unterfinanziert sind, weil sich die Kalkulation der DRG aus den Mittelwerten der Kalkulationskrankenhäuser ergibt. Leicht einschränkend muss hier allerdings hinzugefügt werden, dass es einzelne Bereiche gibt, die in den Kalkulationshäusern sehr rar vertreten sind und somit teilweise eine unangemessen dünne Datengrundlage vorliegt.

In diesem Blog möchte ich auf ein paar Spezialfragen bezüglich der InEK-Matrix eingehen.

Nicht-DRG-r

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Am 1. Januar 2013 ist das Psych-Entgeltgesetz in Kraft getreten. Damit wurde die gesetzliche Grundlage für ein leistungsorientiertes und pauschalierendes Vergütungssystem in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen geschaffen. Die Fachverbände standen der Einführung des Entgeltsystems von vorhinein mit viel Skepsis und Kritik gegenüber. Es herrscht(e) die Sorge, dass das neue Entgeltsystem die psychiatrische Leistungsversorgung nicht richtig abbildet und die Patientenversorgung mittel- bis langfristig verschlechtern wird. Nach einem guten halben Jahr scheint sich an dieser Haltung der Fachverbände und insbesondere der Kliniken hinsichtlich des neuen Vergütungssystems nicht viel geändert zu haben. Bei einer Internetrecherche nach Rückmeldungen stößt man meist auf Artikel zum PEPP-Entgeltsystem, die über Befürchtungen und negative Erfahrungen berichten, z.B.:

  • Ärzte Zeitung

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