Zur Zeit wird gefiltert nach: Krankenhausstrategie
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Warum wird das Thema „Corporate & Legal Compliance“ immer wichtiger?

An sich ist Compliance im Gesundheitswesen kein neues Thema. Ohnehin ist jedes Krankenhaus darauf bedacht, gesetzeskonform zu handeln. Dennoch: Der Dschungel an gesetzlichen Vorgaben, unterschiedlichster Kooperationsformen und anderen juristischen Fallen wird immer dichter. Dazu kommt, dass das Gesundheitswesen immer stärker in das Visier der gesetzlichen Prüfer gerät.  Erst im letzten Jahr standen zahlreiche Ärzte des UKSH unter dem Verdacht des Abrechnungsbetrugs. Auch die Donau-Rieser Krankenhäuser wurden im Jahr 2015 durchsucht, wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit. Obwohl sich solche Vorwürfe zum Teil als haltlos erweisen, der Imageverlust ist immens. Daher verwundert es nicht, dass die Anfragen zum Aufbau eines umfassenden Risikomanagementsystems oder gar Compliance-Management-Systems (CMS) in letzter Zeit stark zunehmen.

Wer oder was steht im Vi

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Bereits in der Vergangenheit hat sich auch im Gesundheitswesen ein Blick über den Tellerrand hinaus bezahlt gemacht. So konnten innovative Vorgehensweisen und Ideen wie beispielsweise das Qualitätsmanagement erfolgreich aus der Automobilindustrie auf Krankenhäuser übertragen werden. Ein Blick auf Einrichtungen außerhalb des Gesundheitssektors – wie Flughäfen –, bei denen ein Vergleich zunächst unmöglich erscheint, macht das zusätzliche Potential für Änderungen und Verbesserungen deutlich.

Was ist so besonders an Flughäfen?

In Flughäfen, wie auch in Kernkraftwerken, findet die Arbeit in einer dynamischen Umwelt (z.B. Wetterverhältnisse) und mit komplexen Technologien statt. Falls in einer solchen Organisation Fehler passieren, sind diese meist schwerwiegend, weshalb ihnen eine große Bedeutung zukommt. Trotz des hohen Fehlerpotentials schaffen es diese Organisationen, ein Fehlerminimum zu erreichen und damit ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Sie werden als sogenannte Hochzuverlässigkeitsorganisation („High Reliability Organisation“ = HRO) bezeichnet.

Um langfristig mit den Herausforderu

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„Völlig unzureichend“, „unzumutbare Belastung“, „bürokratische Überfrachtung“ – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft findet klare Worte in ihrer Stellungnahme zum Eckpunktepapier der Bund-Länder-AG. Obwohl grundlegende Richtungen wie die Verbesserung bei der Betriebskostenfinanzierung, die Erarbeitung von bundesweiten Qualitätskriterien oder die Etablierung eines Strukturfonds als positive Entwicklungen eingestuft werden, urteilt nicht nur die DKG kritisch über das Gesamtergebnis. In den letzten Wochen war die Presse überhäuft von Protest-Artikeln zu den Reformansätzen. Doch was ändert sich für die Krankenhäuser und ist nun eine strategische Neuausrichtung notwendig? Kann man nach den Reformen trotzdem noch wirtschaftlich handeln, ohne Abschläge fürchten zu müssen?

Wo bleibt das so dringend benöti

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Jedes dritte deutsche Klinikbett steht in einem Krankenhaus in freigemeinnütziger, meist kirchlicher, Trägerschaft. Aber spürt auch der Patient, der in diesem Bett liegt, den Unterschied zwischen einer kirchlichen und einer nicht kirchlichen Einrichtung? Und spielt diese Unterscheidung in einer Gesellschaft, in der christliche Werte zunehmend an Bedeutung verlieren, überhaupt noch eine Rolle? Sind kirchliche Krankenhäuser nicht eher ein Relikt aus längst vergangenen Tagen, in denen noch die Oberschwester im Habit auf Station das Regiment führte und der Chefarzt ein „Halbgott in weiß“ war?  Was macht heute den Geist einer modernen konfessionellen Klinik aus?

Zugegebenermaßen fällt die Antwort auf die letzte Frage nicht leicht – schließlich lässt sich der Geist bzw. die Grundhaltung eines Krankenhauses nur schwer in Worte fassen. Mit der Einführung von proCumCert wurde zwar der Versuch unternommen, christliche, soziale und ethische Werte einer Klinik messbar und vergleichbar zu machen. Aber letztlich geht es ja um ein sehr subjektives Gefühl, ob ich als Patient die christliche Grundhaltung einer Klinik wahrnehme und mich in einem kirchlich geführten Haus geborgen und gut betreut fühle. Umso wichtiger ist es, dass sich die kirchlichen Krankenhäuser ihrer eigenen Identität bewusst werden und diese durch strategische Maßnahmen weiter betonen, um sich auf diese Weise von den säkularen Mitbewerbern abzusetzen.

Die kritische Auseinandersetzung mit den folgenden Fragen kann bei diesem Prozess helfen:

Wie kann ich das christliche Profil der Klinik für den Patienten und seine Angehörigen erlebbar machen?

Das obligatorische Kruzifix über d

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Noch vor wenigen Jahren bestand die Strategie vieler Krankenhäuser zur Gewinnung und Bindung von Einweisern darin, möglichst attraktive Kopfpauschalen für die Zuweisung von Patienten zu bezahlen. Mittlerweile nicht nur ethisch fragwürdig, sondern juristisch sanktioniert, ist die Nutzung von Kopfpauschalen auch betriebswirtschaftlich Unsinn. Dies möchte ich anhand eines Experiments aus Israel belegen[1]: Forscher haben untersucht, was passiert, wenn Eltern für das verspätete Abholen ihrer Zöglinge aus dem Kindergarten Strafen bezahlen müssen. Die Erwartung der Ökonomen lag auf der Hand: Die Häufigkeit und die Länge der Verspätungen müssten sinken, da der Anreiz für die Eltern ihre Kinder pünktlich abzuholen nun höher war. Das Ergebnis war aber ein anderes, nach Einführung der Strafgebühren erhöhte sich das Ausmaß der verspäteten Abholungen signifikant. Die Forscher erklärten dies mit einer Änderung des Normengefüges in der Beziehung der Eltern zum Kindergarten. Zuvor war es eine Frage des Anstandes pünktlich zu kommen. Mit der Gebühr wurde die Beaufsichtigung während der Verspätung zu einer Dienstleistung und damit Unpünktlichkeit zu einem akzeptablen – weil vergüteten – Verhalten. Die Eltern brauchten kein schlechtes Gewissen mehr zu haben.

Auch die Beziehung zwischen Krank

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