Zur Zeit wird gefiltert nach: Krankenhausprozesse
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Bereits in der Vergangenheit hat sich auch im Gesundheitswesen ein Blick über den Tellerrand hinaus bezahlt gemacht. So konnten innovative Vorgehensweisen und Ideen wie beispielsweise das Qualitätsmanagement erfolgreich aus der Automobilindustrie auf Krankenhäuser übertragen werden. Ein Blick auf Einrichtungen außerhalb des Gesundheitssektors – wie Flughäfen –, bei denen ein Vergleich zunächst unmöglich erscheint, macht das zusätzliche Potential für Änderungen und Verbesserungen deutlich.

Was ist so besonders an Flughäfen?

In Flughäfen, wie auch in Kernkraftwerken, findet die Arbeit in einer dynamischen Umwelt (z.B. Wetterverhältnisse) und mit komplexen Technologien statt. Falls in einer solchen Organisation Fehler passieren, sind diese meist schwerwiegend, weshalb ihnen eine große Bedeutung zukommt. Trotz des hohen Fehlerpotentials schaffen es diese Organisationen, ein Fehlerminimum zu erreichen und damit ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Sie werden als sogenannte Hochzuverlässigkeitsorganisation („High Reliability Organisation“ = HRO) bezeichnet.

Um langfristig mit den Herausforderu

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Könnten die nachfolgenden beiden Geschichten auch aus Ihrem Krankenhaus stammen?

„In einer Klinik gehen in einem erheblichen Ausmaß Erlöse verloren. Das Medizin-Controlling kann belegen, dass  die unzureichende Qualität der ärztlichen und pflegerischen Dokumentation der abzurechnenden Fälle als wesentliche Ursache hierfür angenommen werden kann. Um das Problem zu lösen, werden zusätzliche Kodierfachkräfte eingestellt, die nach Aktenschluss – am Schreibtisch in ihren Büros im Verwaltungsgebäude – jede Akte unter die Lupe nehmen. Die Akten der einzelnen Fachabteilungen sind traditionell sehr unterschiedlich sortiert und unvollständig, aber nach einiger Sucherei findet sich die Kodierfachkraft schon zurecht. Zur Beantwortung der vielen Fragen begibt sich die Kodierfachkraft mehrmals täglich auf die Stationen, um mit den beteiligten Ärzten und Pflegekräften Rücksprache zu halten – natürlich trifft sie diese nur selten im ersten Anlauf an…trotzdem machen sich die zusätzlichen Kodierfachkräfte „schnell bezahlt“, weil ein Teil der Erlöse doch noch gesichert werden kann! Viele Unzulänglichkeiten lassen sich aber rückblickend leider nicht mehr beheben…“.

„Nach der Visite drängt die Pflegekraft den

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Um die zunehmende Arbeitsverdichtung mit einem wirtschaftlich vertretbarem Ressourceneinsatz bewältigen zu können, sind Stationen heute stärker als früher berufsgruppenbezogen organisiert. Ein Grund hierfür ist die Etablierung neuer Aufgabenfelder – wie z. B. Case Manager, Kodierfachkräfte, Stationssekretärinnen, Servicekräfte. Die stärkere Arbeitsteilung geht mit einer wachsenden Verantwortungserosion einher. Der Oberarzt fühlt sich für seine Stationsärzte, die Stationsleitung für ihre Pflegekräfte und die Leitung Medizincontrolling ggf. für den Case Manager und die Kodierfachkräfte zuständig. Die Folgen sind täglich zu spüren: Da der übergreifende Stationsablauf zunehmend aus dem Blick geraten ist, kommt es an den Schnittstellen zwischen den Berufsgruppen zu Konflikten, Informationsdefiziten und Verschwendung wertvoller Ressourcen. Für die Mitarbeiter bedeutet dies nicht selten unnötige Überstunden; die Patienten leiden unter oft improvisierten Behandlungsabläufen.

Um das Problem in den Gr

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Unter dem stetig steigenden Kostendruck, aber auch aus Mangel an pflegerischen Fachkräften stellen  Krankenhäuser zunehmend Servicekräfte für die Stationen ein. Die Servicekräfte sind meist niedrigschwellig angestellt und somit kostengünstiger als eine Fachpflegekraft. Das Aufgabenprofil der Servicekräfte ist meiner Erfahrung nach in den meisten Kliniken  sehr gut geregelt. So ist die Servicekraft einer Station in den meisten Fällen mit der Essensverteilung und dem Abräumen der Essenstabletts beauftragt. Die Fachpflegekräfte sollen, so die Idee, keine Servicetätigkeit übernehmen, sondern sich auf die pflegerisch-medizinischen Aufgaben konzentrieren.

Ein Beispiel aus einem Workshop zur Stationsreorganisation einer chirurgischen Klinik verdeutlicht  jedoch eine für mich hochproblematische Situation:

Wenn die Arbeitsgruppe bes

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Welche Wege ein Patient im Rahmen seiner Behandlung in einem Krankenhaus geht oder wie effizient die Abläufe in den einzelnen medizinischen Bereichen eines Krankenhauses organisiert sind, weiß in der Geschäftsführungsebene eines Krankenhauses häufig niemand so genau. Die täglichen Prozesse in den einzelnen medizinischen Bereichen sind oft eine „Black Box“. Daher ist es für die Geschäftsführung schwierig, aus objektiver Sicht die Prozesse zu prüfen, unwirtschaftliches Arbeiten zu erkennen und gezielt einzugreifen. Mit Hilfe einer prozessbezogenen Organisationsanalyse kann die Realität eines Krankenhauses über die gesamte Versorgungskette hinweg umfassend in den Blick genommen und der Geschäftsführung zurückgespiegelt werden. Hierdurch eröffnet sich die Chance, Ansatzpunkte für Wirtschaftlichkeitspotenziale durch die Steigerung der Produktivität zu identifizieren und mittels gezielter Reorganisation zu nutzen.

ZeQ hat mehrere Einrichtungen bei einer prozessbezogenen Organisationsanalyse unterstützt und als Ergebnis Gutachten inkl. der Formulierung wirksamer Handlungsansätze erarbeitet. Hierfür haben sich in der Praxis die nachfolgenden Projektphasen bewährt.

Planung und Abstimmung d

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