Zur Zeit wird gefiltert nach: Dr. Christofer Leschinger
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Jedes dritte deutsche Klinikbett steht in einem Krankenhaus in freigemeinnütziger, meist kirchlicher, Trägerschaft. Aber spürt auch der Patient, der in diesem Bett liegt, den Unterschied zwischen einer kirchlichen und einer nicht kirchlichen Einrichtung? Und spielt diese Unterscheidung in einer Gesellschaft, in der christliche Werte zunehmend an Bedeutung verlieren, überhaupt noch eine Rolle? Sind kirchliche Krankenhäuser nicht eher ein Relikt aus längst vergangenen Tagen, in denen noch die Oberschwester im Habit auf Station das Regiment führte und der Chefarzt ein „Halbgott in weiß“ war?  Was macht heute den Geist einer modernen konfessionellen Klinik aus?

Zugegebenermaßen fällt die Antwort auf die letzte Frage nicht leicht – schließlich lässt sich der Geist bzw. die Grundhaltung eines Krankenhauses nur schwer in Worte fassen. Mit der Einführung von proCumCert wurde zwar der Versuch unternommen, christliche, soziale und ethische Werte einer Klinik messbar und vergleichbar zu machen. Aber letztlich geht es ja um ein sehr subjektives Gefühl, ob ich als Patient die christliche Grundhaltung einer Klinik wahrnehme und mich in einem kirchlich geführten Haus geborgen und gut betreut fühle. Umso wichtiger ist es, dass sich die kirchlichen Krankenhäuser ihrer eigenen Identität bewusst werden und diese durch strategische Maßnahmen weiter betonen, um sich auf diese Weise von den säkularen Mitbewerbern abzusetzen.

Die kritische Auseinandersetzung mit den folgenden Fragen kann bei diesem Prozess helfen:

Wie kann ich das christliche Profil der Klinik für den Patienten und seine Angehörigen erlebbar machen?

Das obligatorische Kruzifix über d

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„Das haben wir schon immer so gemacht!“
„Da könnte ja jeder kommen!“
„Wo kämen wir denn da hin?“

Diese Sprüche kommen Ihnen bekannt vor?
Lassen Sie mich raten: Sie sind im Krankenhaus beschäftigt!

Als Mediziner, der das Stethoskop gegen die Krawatte eingetauscht hat, frage ich mich gelegentlich:
Warum gibt es im „System Krankenhaus“ so große Beharrungskräfte?
Warum zeigt sich in vielen Kliniken eine solche Veränderungsresistenz?
Und warum kann ein externer Berater manchmal Prozesse in Gang bringen, an denen sich die Beteiligten zuvor die Zähne ausgebissen haben?  

Die Antwort scheint auf den ersten Blick simpel:Weil es in Krankenhäusern viel zu selten gelingt, dass sich die Beteiligten berufsgruppen- und fächerübergreifend unvoreingenommen an einen Tisch setzen, um an der Weiterentwicklung der eigenen Klinik zu arbeiten sowie von innen heraus Veränderungsprozesse ins Rollen zu bringen.

In meinen Augen gibt es vier entscheidende Gründe, die dabei eine Rolle sp

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