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Ein ganzer Nachmittag war auf dem Pflegekongress in Berlin diesem Thema gewidmet. Der Saal war gut besucht, sodass das Thema durchaus Brisanz zu haben scheint. Auch mein Eindruck ist, dass studierte Pflegekräfte in Deutschland bisher selten den Weg zurück in die eigentliche Patientenversorgung finden. Besonders für die grundständig Studierenden ohne vorherige Berufsausbildung fällt es ausgesprochen schwer, ein konkretes Betätigungsfeld zu definieren. So berichtete ein Absolvent von seiner Odyssee, die zum Schluss im Qualitätsmanagement endete, obwohl sein eigentliches Interesse in der direkten Arbeit am Menschen lag.

Was passiert hier?

Ich h

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Unter dem stetig steigenden Kostendruck, aber auch aus Mangel an pflegerischen Fachkräften stellen  Krankenhäuser zunehmend Servicekräfte für die Stationen ein. Die Servicekräfte sind meist niedrigschwellig angestellt und somit kostengünstiger als eine Fachpflegekraft. Das Aufgabenprofil der Servicekräfte ist meiner Erfahrung nach in den meisten Kliniken  sehr gut geregelt. So ist die Servicekraft einer Station in den meisten Fällen mit der Essensverteilung und dem Abräumen der Essenstabletts beauftragt. Die Fachpflegekräfte sollen, so die Idee, keine Servicetätigkeit übernehmen, sondern sich auf die pflegerisch-medizinischen Aufgaben konzentrieren.

Ein Beispiel aus einem Workshop zur Stationsreorganisation einer chirurgischen Klinik verdeutlicht  jedoch eine für mich hochproblematische Situation:

Wenn die Arbeitsgruppe bes

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Mit Einführung des Pflegekomplexmaßnahmen-Score (PKMS) ist es seit 2012 gelungen, hochaufwändige Pflege im DRG-System erlösrelevant abzubilden. Zum ersten Mal kann die Berufsgruppe Pflege so einen umfassenden pflegerischen Aufwand sichtbar machen. Nach wie vor ist die pflegerische Leistungserbringung aber nur ein marginaler Bestandteil  der DRG-Erlöse.

Im Zuge der vermehrt ambulant erbrachten Leistungen finden sich gerade im Krankenhaus zunehmend schwerstpflegebedürftige Patienten, die professionell versorgt werden müssen. Daher sollte der Schritt in Richtung erlösrelevante Pflege von den Pflegenden mit Jubel aufgenommen werden. Dies ist jedoch nicht der Fall. Es wird im Gegenteil in vielen Kliniken der Pflegekomplexmaßnahmen-Score nur unzureichend oder überhaupt nicht abgerechnet. Pflegende fluchen über das Konstrukt und den umfänglichen Dokumentationsaufwand, der hiermit verbunden ist. Software-Firmen bieten für viel Geld Programme zur Kodierung an, die in den meisten Fällen nichts anderes tun, als die Maßnahmenpunkte zu addieren – aus meiner Sicht eine Leistung, die auch eine einfache Excel-Liste erbringen kann. Der wirklich MDK-prüfrelevante Aspekt ist aber die tägliche Erfassung der Leistungen durch die Pflegekräfte in der Patientenakte. Und genau hier liegt das Problem:

Der Pflegekomplexmaßnahmen-Sc

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Eigentlich ist zu erwarten, dass das DRG-System mit den Fallpauschalen das Prozessmanagement in den Krankenhäusern vorantreibt; das Gegenteil ist jedoch oft zu beobachten: Viele Krankenhäuser tendieren in ihren Organisationsstrukturen mehr und mehr zu einer tayloristischen Arbeitsteilung.

Immer mehr, immer ältere, immer multimorbidere Patienten müssen im Krankenhaus in immer kürzerer Zeit versorgt werden. Demgegenüber steht, zumindest in der Pflege, ein deutlicher Personalabbau. Die Entlassung der Patienten wird als zentraler Kernprozess im Krankenhaus bereits erkannt. Um diesen Kernprozess besser in den Griff zu bekommen, wurden und werden in Kliniken zunehmend Case Manager eingeführt. „Case Management ist eine Verfahrensweise in Humandiensten und ihrer Organisation zu dem Zweck, bedarfsentsprechend im Einzelfall eine nötige Unterstützung, Behandlung, Begleitung, Förderung und Versorgung von Menschen angemessen zu bewerkstelligen“ so die Definition der DGCC (deutsche Gesellschaft für Care und Case Management). Eine feine Sache!

Das Case Management

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„Demenz ist in unserem Krankenhaus kein besonderes Problem.“ So oder ähnlich hören sich erstaunlich oft  Aussagen aus den Leitungsebenen großer Krankenhäuser an. Gerade die Maximalversorger sehen ausschließlich die Behandlung der akuten somatischen Erkrankung. Dabei machen nach aktuellen Studien bereits heute Menschen mit Demenz einen nicht unerheblichen Anteil der Krankenhauspatienten aus. Dieser Anteil wird sich in den nächsten Jahren mit Zunahme der hochbetagten Menschen weiter erhöhen. Trotz dieser Ausgangslage sind Studien und Projekte zum Thema Demenz im Krankenhaus deutlich unterrepräsentiert. Die Mehrzahl der Initiativen behandeln aktuell die häuslichen Versorgung und die Versorgung in Pflegeinrichtungen.

Mit Einführung d

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